Postkarten malen statt Postkarten drucken
Als ich acht Jahre alt war, lernte ich im Sommer meine neue Freundin kennen. Zuzia war 3 Jahre älter als ich. Nach dem Sommerferien schrieben wir Briefe und erzählten, was bei uns passiert. Es war die Zeit ohne Sms, ohne Computer und virtuellen Kontakt, ohne mp3? Dann ?herrschten?: Walkman, Barbie-Puppen, Postamt und Reisebusse. Können Sie sich heute den ganzen Tag ohne Handy oder Computer vorstellen? Nur Spaziergänge durch die Wiesen, Mineralwasser, Kino, Schokolade, das Laufen im Garten und so weiter? Keine moderne Supermärkte, E-Mails, Flyer, Postkarten druken. Immer wenn ich die Grüße aus Sommerferien senden wollte, schrieb ich einen Brief an meine Eltern oder Großeltern. Wichtig war das, was selbst gemacht war und nicht das Gekaufte. Die Postkarten malen war interessanter als die Postkarten drucken. Man konnte ruhig spazieren gehen und an einer Bushaltestelle oder Bahnhof auf einem Bus oder Zug warten. Niemand verteilte uns ständig Werbematerialien wie: Flyer, Folder oder kleine Terminkalender. Die Menschen hatten zwar weniger Einkaufsmöglichkeiten oder Freizeitangebote, aber vielleicht viel Fantasie.